Kommentar: Totengräber Rath

Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 17:03 Uhr

Wer ein Wunderpferd unterm dem Sattel hat, ist einer Menge Druck ausgesetzt: von Kritikern, Neidern, den Zuschauern. Ständig ist und war Rath unter Beobachtung, jeder kleinste Fehler wurde und wird analysiert und interpretiert. Soviel Verständnis lässt sich einerseits leicht für den jungen Reiter aufbringen, andererseits endet es aber auch genau hier.

 

Vor zwei Jahren haben Vater und Sohn Rath noch einen Brief des Olympiasiegers und Dressurtrainers Klaus Balkenhol unterschrieben, indem sie sich gegen die Rollkur und jede dem Pferd schädliche Trainingsmethode ausgesprochen haben. Das war bevor Totilas im heimischen Stall stand – und ganz offensichtlich jetzt nicht so „funktioniert“ wie es von einem so teuren Pferd erwartet wird.

 

Dass Rath nun ausgerechnet mit Sjef Janssen, dem Promotor von Low-Deep-Round –  vorher bekannt als Rollkur  – gemeinsam trainieren will, ist eine Bankrotterklärung. Da können auch die schönsten Worthülsen nicht drüber hinwegtäuschen.

Die Familie Rath wird damit zu dem Totengäber mit der größten Schaufel, der die klassische pferdeschonende Ausbildung endgültig beerdigt.(cls)

 

Echte Grundlagen für die Pferdeausbildung

Kein "schnell-schnell", keine dubiosen Abkürzungswege wie Rollkur und Co., sondern eine pferdegerechte Ausbildung - das steht hinter der Reitvorschrift von 1912. Deren Ziel waren grundsolide, erfolgreiche und lange gesunde Pferde. Diese Grundsätze und die "Tricks der alten Meister" sind in Vergessenheit geraten. So sehr, dass selbst deutsche Dressurreiter wie M. A. Rath nicht davor zurückschrecken, die schnellen Wege einzuschlagen und nun mit Sjef Janssen trainieren wollen.



Unser Heft 1/2012 setzt dagegen auf die Grundlagen, blickt auf die 100 Jahre alte Reitvorschrift, deren Inhalte im Ausbildungsteil bis heute zeitlos und erfolgreich sind.

Nicht Kommerz, sondern Kunst lautet die Devise! 

Begleiten Sie uns mit unserem neuen Heft durch eine kleine Zeitreise und lesen Sie, was reitweisenübergreifend bis heute gilt und warum diese alte Reitvorschrift auch heute noch für jeden Reiter wichtig ist - der sein Pferd und nicht den schnellen Erfolg in den Vordergrund stellt.





 

Rath trainiert mit Sjef Janssen

Dienstag, den 31. Januar 2012 um 22:22 Uhr

Matthias Alexander Rath will fortan mit dem niederländischen Nationaltrainer Sjef Janssen trainieren. Janssen gilt als vehementer Befürworter der Rollkur bzw. dem Low-Deep-Round.
Rath erklärte auf seiner Internetseite, er wolle damit "seinen Horizont" erweitern. Erst einmal sollen nur die Nachwuchspferde von Janssen trainiert werden. Wegen der Olympischen Spiele - die Niederländer möchten ihren Trainer verständlicherweise nicht die größte Konkurrenz fördern lassen - wird die Zusammenarbeit ab 2013 dann noch einmal verstärkt. Raths Stellungnahme ist auf seiner Internetseite nachlesbar.
   

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