Vorerst keine Blood Rule!
Freitag, den 11. November 2011 um 00:00 Uhr
Strike! Keine Blood Rule! Die FEI hat gerade beschlossen, die Blood Rule nicht zur Abstimmung zu stellen! Was bedeutet das? Blutende Pferde werden im Dressurviereck ohne Ausnahmen abgeklingelt! Eine mögliche andere Regel kann frühestens in einem Jahr – bei der nächsten Jahreshauptversammlung also – diskutiert und abgestimmt werden. Und wir werden das weiter kritisch beobachten. Jetzt können wir aber erst einmal froh sein! Danke Ihnen/Euch allen! Ohne Sie/Euch wäre das niemals möglich gewesen – wir bewegen etwas!!Infomaterial zur FEI - "No Blood"- Petition
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 20. Oktober 2011 um 16:36 Uhr
Dessur ist kein "Blood Sport"

Foto: Julia Rau
Das Flugblatt finden Sie hier.
Und bitte verbreiten Sie auch weiter den Link zur Petition www.no-fei.com !
Dressur ist kein "Blood Sport"
Status Quo:
Es gibt bisher keine explizite Regel, die festlegt, was mit einem blutenden Pferd in einer Dressurprüfung zu geschehen hat. Bisher wurde sich an Art. 401 des FEI-Reglements orientiert, welcher das Wohl des Pferdes in den Vordergrund stellt. Demnach wurde jedes blutende Pferd in einer Dressurprüfung abgeklingelt und disqualifiziert.
FEI-„Blood Rule“, Beschlussvorlage für die Versammlung vom 11.-14.11.2011:
Eine eigene Regel soll festlegen, wie mit blutenden Pferden im Dressurviereck umgegangen wird. In der Regel sollen sie wie bisher disqualifiziert werden. Mit einer gewichtigen Ausnahme: Bei Championaten wird zwar abgeklingelt. Handelt es sich nach tierärztlicher Prüfung aber um eine „minderschwere Verletzung“, darf der Reiter mit seinem Pferd die Prüfung an der Stelle fortsetzen, wo sie unterbrochen wurde.
Argumente der Befürworter:
1. Bei Championaten führe der Ausschluss eines Pferdes gleich zum ganzen Teamausschluss. Dies sei bei minderschweren Verletzungen nicht verhältnismäßig.
2. Reiter und Pferde bereiteten sich jahrelang auf Ereignisse wie Weltreiterspiele vor. Wenn ein einfaches sich-auf-die-Lippen-beißen des Pferdes zum Ausschluss führe, sei dies ebenfalls unverhältnismäßig
3. Gibt es ähnliche Regelungen schon im Spring- und Vielseitigkeitsport.
Argumente der Gegner:
1. Der Dressursport verkörpert Leichtigkeit und Harmonie mit dem Partner Pferd. Jeder Blutstropfen konterkariert dieses Bild und führt es ad absurdum.
2. Mit der „Blood Rule“ wird der sportliche Erfolg einer Mannschaft über das Wohlergehen des Pferdes gestellt. Das ist nicht vereinbar mit den ethischen Grundsätzen und Leitlinien der FEI.
3. Das Ausscheiden eines Paares wegen beispielsweise eines blutenden Pferdemaules, mag menschlich gesehen für den Reiter tragisch sein. Im Sinne des Pferdes ist die Disqualifikation unumgänglich. Da Pferde keine Schmerzenslaute von sich geben können, muss jede äußere Verletzung zum Prüfungsausschluss führen. Jede andere Entscheidung degradiert das Pferd zum Sportgerät. Auch dies ist unvereinbar mit dem FEI-Reglement.
4. Nur weil es ähnliche Regelungen in anderen Pferdesportbereichen schon gibt, macht es sie nicht richtiger.
5. Auch wenn die „Blood Rule“ „nur“ bei Championaten gelten soll, hat sie über deren Grenzen hinaus eine große Vorbildfunktion. Für jeden anderen Reiter weltweit wird somit signalisiert: „Ein wenig Blut, ist nicht so schlimm.“ Ein Signal, das nicht nur Tierschützer auf die Barrikaden treiben wird.
6. Mögliche Sponsoren und Turnierausrichter werden es sich gut überlegen müssen, ob es in ihrem Sinne ist, wenn TV-Kameras Bilder von blutenden Pferden übertragen und die Tiere nach kurzer Zeit erneut ins Stadion einreiten dürfen.
7. Es ist kein Geheimnis, dass auf olympischer Ebene das Dressurreiten ohnehin ein „Abschusskandidat“ ist. Bilder von blutenden Pferden dürften die Unbeliebtheit noch steigern.
8. Allein die Diskussion stößt auf großes Unverständnis – auch und insbesondere bei Nicht-Pferdeleuten. Es ist nicht vermittelbar, dass ein verletztes Pferd an einem Wettkampf weiter teilnehmen darf. Eine „Blood Rule“ schadet also insgesamt dem Pferdesport.
In diesem Sinne: Bitte engagieren Sie sich FÜR die Pferde und sprechen Sie sich gegen die „Blood Rule“ aus. Für einen sauberen, fairen Sport!
Ihre Stimme macht den Unterschied!
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