Blood Rule vom Tisch
Samstag, den 12. November 2011 um 23:52 Uhr
Geschafft:
Die „Blood Rule" ist vom Tisch!
Einen großen Etappenerfolg für die Pferde haben die Initiatoren der Online-Petition gegen die so genannte Blood Rule am Freitag, 11.11.11., erreichen können: Der internationale Reitsportverband FEI hat die „Blood Rule" jetzt endlich von der Tagesordnung der laufenden Jahreshauptversammlung genommen.
Eigentlich hätten die Delegierten am Montag, 14.11.in Rio de Janeiro über die „Blood Rule" abstimmen sollen. Demnach wäre ein blutendes Pferd nicht mehr wie bisher bei einer Dressurprüfung automatisch disqualifiziert worden. Sondern bei großen Prüfungen wie Championaten oder Olympia hätte ein Tierarzt überprüfen sollen, ob es sich um eine „minderschwere Verletzung" handelt. Je nach Ergebnis hätte der Vierbeiner die Prüfung trotz Verletzung beenden dürfen.
Gegen den Regelentwurf formierte sich breiter Widerstand. Das Netzwerk „Fair zum Pferd" hatte eine Petition Mitte Oktober online gestellt. Bis zum Freitag hatten sich über 19.000 Unterzeichner gegen die „Blood Rule" der FEI ausgesprochen. Dieser Erfolg wurde möglich durch die tatkräftige Unterstützung von Pferdeliebhabern bei Facebook. Die dort gegründete Gruppe „No FEI-Blood Rule" verzeichnete innerhalb kürzester Zeit über 4.500 Mitglieder.
Dutzende
von ihnen engagierten sich, schrieben Hunderte Mails und baten um Unterstützung
der Petition – mit Erfolg!
Eine ganze Reihe der FEI-Mitgliedsnationen sprachen sich schon im Vorfeld gegen die Regel aus, darunter die Schweiz, USA, Australien, Dänemark und Neuseeland. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) wollte erst für die Blood Rule stimmen. Auf Grund des massiven Widerstands in der Öffentlichkeit und durch die Petition, entschied sie sich Ende Oktober jedoch dafür ihr Veto einzulegen und engagierte sich auch dafür, dass der Entwurf von der Tagesordnung genommen wurde.
Die FEI
will die Blood Rule nun an interne Gremien weiterleiten. Dort soll geprüft
werden, wie bei allen Disziplinen, also Dressur, Springen und Vielseitigkeitsreiten,
eine einheitliche Regel geschaffen werden kann. Falls hier ein Konsens gefunden
werden kann, wird den Delegierten der Hauptversammlung im Winter 2012 ein neuer
Entwurf zur Abstimmung vorgelegt werden.
Deshalb wird die Online-Petition gegen die Blood Rule noch weiter geöffnet bleiben. „Wir werden sehr genau verfolgen, wie die FEI nun weiter vorgehen wird", kündigte die Gründerin des Netzwerks „Fair zum Pferd" und Dressur-Studien Herausgeberin, Claudia Sanders, an: „Für die Pferde haben wir auf jeden Fall einen wichtigen Etappensieg erreicht – sie bleiben ein weiteres Jahr von der Blut-Regel verschont!"
Die
Online-Petition finden Sie hier: http://www.no-fei.com
Auf
dieser Seite (Startseite) finden Sie auch die Original-Pressemitteilung der FEI
zum Thema.
Die
Aktivitäten der Facebook-Gruppe können Sie hier verfolgen:
https://www.facebook.com/groups/291566070872803/
Das
Netzwerk Fair zum Pferd ist hier online: http://www.fair-zum-pferd.de
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