Galopp-Tipps: Hans Riegler
"Der äußere Schenkel gibt den Impuls zum Angaloppieren"
Hans Riegler, Oberbereiter der Wiener Hofreitschule
Auszug aus dem Interview der Dressur-Studien Ausgabe 2/2006
Wie sieht für Sie die korrekte Hilfe zum Angaloppieren aus?
Das ist ganz einfach. Theoretisch könnte man zum Angaloppieren jede Hilfe verwenden - einen Zuruf, die Kruppe touchieren, sogar am Ohr zupfen. Aber es gibt auch eine logische Lösung. Die klassische Reitweise richtet sich nach der natürlichen Hilfengebung. Wir orientieren uns an der Fußfolge im Galopp: Den ersten Schritt in dem Dreitakt macht das äußere Hinterbein. Deshalb geben wir mit dem äußeren Schenkel den letzten Impuls zum Angaloppieren. Für das Pferd ist dies sofort verständlich.
Und was tun Sie vor diesem letzten Impuls?
Ganz egal, was ich vorher gemacht habe - Schritt, Trab, Piaffe: Ich muss das Pferd zuerst aufmerksam machen und gerade richten. Zum Vorbereiten gebe ich kleine Paraden am äußeren Zügel. Und zum Angaloppieren muss ich dann den Sitz vorhalten, das heißt, ich stelle den inneren Sitzknochen leicht nach vorne an, schiebe mit Gefühl nach vorn. Damit drücke ich das Pferd leicht vor, lege den äußeren Schenkel zurück und gebe damit den Impuls.
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