Galopp-Tipps: Ingrid Klimke

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"Mit dem Führpferd in den ersten Galopp"

Ingrid Klimke, Vielseitigkeits-Olympiareiterin

Das ist ein Ausschnitt aus dem Interview aus unserer Ausgabe 2/2006.

 

Was machen Sie, wenn ein Pferd häufig im Kreuzgalopp anspringt?
Ich bereite das Pferd im Trab schon vor. Beispielsweise nutze ich eine Ecke zum Angaloppieren, so dass die Stellung stimmt. Doch auch hier muss man vorsichtig sein:  Die meisten machen den Fehler, dass sie den Kopf zu übertrieben nach innen stellen. Das erschwert dem jungen Pferd das Angaloppieren. Wenn das Pferd falsch anspringt, pariere ich in Ruhe zum Trab durch und versuche es erneut.

Und welche Galopphilfen geben Sie?
Ich habe immer den inneren Schenkel vorne am Gurt und der äußere liegt eine Hand weit zurück. Und ich galoppiere mit dem äußeren Schenkel an.
Bei jungen Pferden benutze ich auf jeden Fall noch die Stimme, entweder ein Schnalzen oder „Galopp“ sagen. Das kennen sie von der Longenarbeit ja schon. Wenn ich Bedenken habe, dass mich das Pferd mit meinen Schenkelhilfen nicht richtig versteht, dann benutze ich auch die Stimme zum Parieren. Das mache ich auch mit den Älteren, nicht nur mit den ganz jungen Pferden. Ansonsten würde ich auch eine kurze Gerte nehmen, eine Springgerte und damit die Schulter kurz anklopfen oder hinterm Schenkel. Sporen würde ich dagegen nicht empfehlen, da junge Pferde vom Sporn eher irritiert sind und dagegen drücken.
Manchmal hilft auch ein Führpferd:
Ich hatte mal ein Pferd, das immer falsch angaloppiert ist und immer nur traben wollte. Wenn ich mit der Gerte oder dem Schenkel kam, klemmte es nur noch mehr.
Wir haben es dann einfach hinter einem Führpferd her traben lassen. Als das andere Pferd angaloppierte, ist auch dieses Pferd angaloppiert.