Gerd Heuschmann in der Kritik
Die erste Pressemittelung vom Xenophon e.V. war etwas kryptisch: Der Tierarzt und Xenophon-Mitbegründer Gerd Heuschmann trete auf eigenen Wunsch, wegen unüberbrückbarer inhaltlicher Differenzen, von seinem stellvertretenden Vorstandsposten zurück. Wenig später tritt Heuschmann ganz aus dem Verein aus. Damit kam er einem möglichen Ausschlussverfahren zuvor. Anlass für die heftige Kritik an Heuschmann, ist die Art und Weise wie er während seiner Seminare Pferde reitet.
Als Ergebnis dieser Gespräche, legt Heuschmann Ende Mai seinen Vorstandsposten nieder.
Vom der Redaktion des St. Georg auf die Fotos angesprochen, zeigt sich Heuschmann erst reumütig: „Der Fehler, den ich wahrscheinlich gemacht habe, ist, dass ich überhaupt auf dieses Pferd gestiegen bin“, sagte er kleinlaut.
Doch am selben Tag, als der St. Georg erscheint, erklärt der Tierarzt via seiner Homepage: „Seit Mitte Juni stehe ich im Fokus kritischer Berichterstattung. Diese Hexenjagd hat die unterschiedlichsten Motive, zu denen ich hier nichts sagen möchte. Ich habe keinen Fehler gemacht und werde meine Arbeit deshalb unbeirrt fortsetzen. Aus diesem Grund bedarf es keiner Rechtfertigung. Trotzdem der kurze Hinweis darauf, dass unschöne Situationen bei der Arbeit mit Korrekturpferden täglich und unter jedem Reiter entstehen können.“
Die FN hat ohne viel Aufhebens die Zusammenarbeit mit ihm komplett eingestellt, Heuschmanns Seminare sind damit als Trainerfortbildung nicht mehr anerkannt. So dürfte er in Zukunft auf FN- aber auch FEI-Ebene wohl nicht mehr zu Wort kommen.
Von den DS auf die Vorwürfe und Bilder angesprochen, lud er erst zu einem Seminar ein, um wenige Stunden vor Beginn mitzuteilen, dass das Fotografieren verboten sei und er auch nicht Reiten werde. Per Mail zugeschickte Fragen blieben bisher unbeantwortet.
Dabei ist die Zeit knapp: Anfang August bricht er zu einer dreiwöchigen „USA-Tour“ auf, wo er Seminare anbietet – mit praktischem Reitteil. (cls)
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